Manager für die Sorgfaltspflicht in der Lieferkette
Im Mai und Juni 2024 veranstaltete die AHK Ostafrika ihren ersten Zertifikatslehrgang zum Thema Supply Chain Due Diligence für Fachkräfte in ganz Ostafrika. Der Kurs vermittelte praxisnahe Werkzeuge und wurde durch fachkundige Schulungen ergänzt. Dabei ging es um die Umsetzung des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes sowie der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte.
Teilnehmende aus unterschiedlichen Bereichen – darunter Agribusiness, verarbeitendes Gewerbe und Handelsverbände – absolvierten eine modulare Weiterbildung und sind nun als Supply Chain Due Diligence Manager zertifiziert.
Die Durchführung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Indischen Handelskammer. Im Mittelpunkt stand die Anwendung in der Praxis, einschließlich der Training-of-Trainers-Komponenten (ToT). Aufgrund des großen Interesses sind weitere Ausgaben geplant.
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Weitere Dienstleistungen im Rahmen von SCDD
Jedes Unternehmen und jede Organisation befindet sich in einer anderen Phase auf dem Weg zur Supply-Chain-Due-Diligence-Prüfung. Wir bieten passgenaue Unterstützung sowie flexible Trainingsformate, die auf Ihre konkreten Bedürfnisse zugeschnitten sind – ganz gleich, ob Sie gerade erst starten oder bestehende Prozesse weiter vertiefen möchten. Nehmen Sie Kontakt auf, um ein Angebot zu erhalten oder Ihre Anforderungen zu besprechen.
Hintergrundinformationen
Deutschland pflegt starke Handelsbeziehungen mit mehreren ostafrikanischen Ländern, insbesondere mit Kenia, Tansania, Ruanda und Uganda. Zu den wichtigsten deutschen Exporten in die Region zählen Maschinen, Chemikalien und Fahrzeuge. Die Importe nach Deutschland bestehen vor allem aus landwirtschaftlichen Produkten wie Kaffee, Tee, Gewürzen und weiteren Erzeugnissen.
Kenia hat eine Vorreiterrolle bei der Förderung ethischer Unternehmenspraktiken übernommen, unter anderem durch die Veröffentlichung seines Nationalen Aktionsplans (NAP) zu Wirtschaft und Menschenrechten im Juli 2023. Damit wurde das Land zu einem regionalen Vorbild. Das African Business and Human Rights Forum in Addis Abeba unterstrich zudem die wachsende Bedeutung von Business- und Human-Rights-Due-Diligence (BHR/HRDD) in Afrika.
Vor diesem Hintergrund haben die Deutsch-Indische Handelskammer (IGCC) und AHK Eastern Africa (beide Teil des weltweiten Netzwerks Deutscher Auslandshandelskammern) eine Partnerschaft geschlossen, um Trainings, Fachwissen und praktische Werkzeuge für ostafrikanische Unternehmen bereitzustellen, die Maßnahmen zur Lieferketten-Compliance umsetzen möchten. Die Initiative steht im Einklang mit dem deutschen
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), der EU-Richtlinie zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht im Bereich der Nachhaltigkeit (CSDDD) sowie den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs). Das AHK-Team ist inzwischen als Supply-Chain-Due-Diligence-Manager zertifiziert und qualifiziert, Training-of-Trainers-(ToT)-Schulungen für Unternehmensvertreter, Verbände, Genossenschaften und weitere interessierte Institutionen durchzuführen.
Die Zusammenarbeit bietet ostafrikanischen Unternehmen – oder Unternehmen mit regionalen Lieferkettenbezügen – gezielte Unterstützung, um die in der deutschen Gesetzgebung geforderten Compliance-Standards zu erfüllen. Das gemeinsame Vorgehen spiegelt ein geteiltes Engagement wider, verantwortungsvollen und nachhaltigen Handel in Ostafrika zu fördern.
Die AHK Services Eastern Africa Ltd. befindet sich derzeit im Aufbau regelmäßiger Trainingsangebote für interessierte und betroffene Unternehmen. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Leiterin unseres Kompetenzzentrums für Energie, Umwelt und nachhaltige Wirtschaft, Hanna Dittmeyer, unter hanna.dittmeyer@kenya-ahk.co.ke.